Dieser Ton ist perfekt für meinen Teint ein herrliches blaurot, das mir grundsätzlich das Gefühl gibt, alle Fäden in der Hand zu halten. Für seinen Teint dagegen ist die Farbe allerdings nicht ganz so gut. Aber das heißt natürlich nicht, dass es mir keinen Spaß macht, mit dem glänzenden Stift auch über seinen Schmollmund zu fahren. Er hat tatsächlich einen Schmollmund. Das merkt man ersten Blick gar nicht. Nicht, wenn er in seiner normalen Männerrolle steckt und noch keinerlei kosmetische Verbesserung erfahren hat. In diesem Zustand denkt man einfach, dass er ein nettes Lächeln hat. Ein hinreißendes Lächeln, um genau zu sein. Perfekte Lippen, aber nicht unbedingt welche, die man als Schmollmund bezeichnen würde. Wir haben zusammen entdeckt. Wir haben entdeckt, wie feminin seine Gesichtszüge aussehen können, wenn ich ihn ein wenig zurechtmache. Ich weiß noch, wie aufregend beim erste Mal war, die verschiedenen Glossstifte in meiner Sammlung zu sichten, jeden Stift zu öffnen und die Töne auf seinem Handdrücken ausprobieren, bis wir endlich bei dieser Farbe landeten. Es ist mein persönlicher Lieblinston, und wir hätten ihn gleich von Anfang an verwenden sollen. Wir haben mittlerweile auch eine festgelegte Routine entwickelt. Im Gegensatz zu früher, wo das Ganze ein wenig variiert wurde und wir uns vorher die Frage stellten, ob wir tatsächlich das volle Programm durchziehen wollten. Eyeliner und Mascara, Grundierung und Rouge? Ab und zu kam das vor. Aber nur hin und wieder und wirklich für die große Szenen. Im Laufe der Zeit und langem experimentieren haben wir festgestellt, dass wir mit dem Lippenstift am meisten anfangen können. Es geht um das Gefühl, ihn aufzutragen und dann wieder wegzuküssen. Doch nicht nur das. Es geht auch darum, den Lippenstift mit seinen Lippen auf meinem Körper zu verteilen und so eine Landkarte der Lust zu erstellen. Ich sehe gerne im Spiegel zu, wie er meine Brüste mit seinen Lippenstiftküssen verziert. Jedes Mal, zittere ich wenn er dieser Kussabdrücke bis zu meinem Bauch fortsetzt und auf dem Weg zu seinem letzten Ziel einen glänzenden roten Film hinterlässt. Hin und wieder machen wir auch eine Pause, um die Farbe auf seinem Schmollmund aufzufrischen. Dabei weiß ich genau, dass die dunkeln, üppigen Pigmente am Ende der Nacht auf die Laken und meiner Haut verteilt sein werden. Während ich die Farbe auftrage, hält er so gut es geht still. Die Aktion lässt ihn unmittelbar steif zu werden. Seine Erektion ist durch den dünnen Stoff seiner Boxershorts gut zu erkennen. Sie sind jetzt über und über mit Kussabdrücken bedruckt. Auch mich macht das Ganze ungeheuer scharf. Wieso, weiß ich auch nicht. Aber es ist so.

Leidenschaftliche Küsse
Ihre Celine